
Warum Geburten einen sicheren Raum brauchen...

... und wie du ihn dir schaffen kannst (auch im Krankenhaus)
Wenn du schwanger bist – besonders zum ersten Mal – stellt sich früher oder später die Frage: Wie wird die Geburt ablaufen? Vielleicht hast du bereits ein paar Vorstellungen davon, wie es im Krankenhaus sein wird. Vielleicht aber auch Sorgen oder Unsicherheiten. Was viele (noch) nicht wissen: Der Geburtsprozess ist nicht nur körperlich, sondern vor allem hormonell geprägt – und diese Hormone sind ziemlich sensibel.
Geburt ist ein Hormon-Geschehen
Unser Körper weiß ziemlich genau, was er zu tun hat, wenn es ernst wird. Entscheidend dabei ist die Zusammenarbeit verschiedener Hormone:
Oxytocin ist das sogenannte „Kuschelhormon“. Es sorgt für die Wehen, ist aber auch für Nähe, Vertrauen und sogar den Milchfluss verantwortlich.
Progesteron und Östrogen bereiten den Körper über Wochen auf die Geburt vor.
Relaxin macht das Gewebe weich und flexibel.
Prolaktin spielt schon während der Geburt eine Rolle – es sorgt später für die Milchbildung.
Was viele nicht wissen: Diese Hormone entfalten ihre Wirkung besonders gut, wenn du dich sicher, ruhig und ungestört fühlst. Und genau hier kommt der Geburtsort ins Spiel.
Wir sind Säugetiere und brauchen Schutz zum Gebären.
Wenn eine Katze gebären will, zieht sie sich zurück. Sie sucht sich einen dunklen, warmen und stillen Ort – weit weg vom Trubel. Warum? Weil Gebären nur dann gut funktioniert, wenn das Nervensystem "grünes Licht“ gibt: Alles sicher, kein Stress, alles unter Kontrolle.
Wir Menschen funktionieren da gar nicht so anders.
Das Problem: Der Übergang in ein Krankenhaus bedeutet oft das Gegenteil von „sicher und vertraut“ – besonders beim ersten Mal. Neue Umgebung, fremde Menschen, medizinische Geräte, Gerüche, Erinnerungen… Das kann im Körper wie ein Alarmsignal wirken und dazu führen, dass die Geburt verlangsamt oder sogar stoppt. Nicht weil etwas „falsch läuft“, sondern weil dein Körper gerade nicht versteht, dass er sicher ist.
Das heißt nicht, dass Krankenhäuser schlecht sind – im Gegenteil: Sie sind wichtig und sinnvoll. Aber sie sind selten ganzheitlich auf die Geburt ausgerichtet. Und deshalb lohnt es sich, strategisch vorzusorgen.
HypnoBirthing – Wie dein Körper zur Ruhe findet
Eine Methode, die viele Schwangere in den letzten Jahren für sich entdeckt haben, ist HypnoBirthing. Dabei geht es nicht um klassische Hypnose, sondern um Techniken, die deinem Körper helfen, sich während der Geburt zu entspannen und in eine Art Tiefen-Fokus zu kommen. Zum Beispiel:
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Atemtechniken, um mit den Wellen (Wehen) mitzugehen
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Visualisierungen, die Sicherheit und Zuversicht vermitteln
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Körperliche Entspannung und gezielte Selbstberuhigung
HypnoBirthing basiert auf der Erkenntnis, dass Angst zu Anspannung führt – und Anspannung zu Schmerzen. Der Weg zurück zur Selbstbestimmung beginnt also mit Vertrauen.
GentleBirthing – mehr als Entspannung: eine Landkarte für deine Geburt
Ein besonders weiterentwickelter Ansatz ist GentleBirthing – ein moderner, wissenschaftlich fundierter HypnoBirthing-Kurs, der gezielt auf die Bedürfnisse moderner Geburtsvorbereitung eingeht.
Hier lernst du nicht nur Techniken, sondern eine Haltung, die dich durch alle Phasen der Geburt trägt.
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Du erlernst eine gezielte Selbsthypnose-Technik, mit der du dich in jeder Phase der Geburt sicher in eine tiefe Trance versetzen kannst – und damit unabhängig von äußeren Bedingungen.
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Statt vieler verschiedener Entspannungsübungen, die unter der Geburt überfordern können, konzentriert sich GentleBirthing auf klare, wirksame Ankertechniken, die deinem Unterbewusstsein signalisieren: Ich bin sicher – egal wo ich bin.
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Du entwickelst einen inneren Schutzraum – ein Ort in dir, der Geborgenheit schenkt, auch wenn im Außen nicht alles perfekt ist.
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Alle Geburtswege werden mitgedacht: Ob natürliche Geburt, Bauchgeburt oder Intervention – du lernst eine Landkarte voller kraftvoller Wege kennen, statt dich nur auf einen Verlauf zu fokussieren.
Fazit: Du kannst mitgestalten, wie du gebärst
Geburt ist nicht nur dann "gelungen", wenn alles nach Plan läuft. Jede Geburt ist eine vollwertige Geburt – ob spontan, eingeleitet oder operativ.
Geburt ist kein passives Ereignis – sie ist ein Prozess, den du mit Wissen, Vertrauen und Vorbereitung aktiv mitgestalten kannst. Wenn du verstehst, wie dein Körper funktioniert, kannst du ihm gezielt helfen. Und das Beste: Du musst dafür kein perfektes Setting schaffen. Es reicht, wenn du weiß, was du brauchst – und es dir Schritt für Schritt ermöglichst.
Wenn du mehr wissen möchtest dann schaue gerne auf die Seite von
Melanie Brandstrup: www.melanie-brandstrup.de/



