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Wenn Feste anstrengender werden
als sie schön sind...

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Früher war ein Fest ein schöner Anlass. Heute fühlt es sich oft wie ein Projekt an. 📅🍼
 

Noch bevor du Mama wurdest, waren Feste etwas, auf das du dich vielleicht gefreut hast. Ein Tag im Kalender, ein bisschen Essen, ein paar Menschen, ein schönes Zusammensein. 💫

Und dann kommt ein Baby. 

Plötzlich hängen an jeden Fest zig Entscheidungen, Erwartungen, Fragen und Gefühle: 

Wie schläft das Baby? 😴

Wie lange machen wir das mit? 🤷‍♀️

Wie reagieren wir, wenn alle es ganz anders machen als wir? 

Wie schaffen wir es niemanden zu enttäuschen - und gleichzeitig auf unser Baby zu achten?

Viele Mamas sagen: 

"Ich will, dass es schön wird - aber ehrlich gesagt bin ich vorher schon völlig erschöpft." 😔

Und genau das ist ein Punkt, über den kaum jemand spricht. 

Warum Feste im 1. Babyjahr emotional so aufgeladen sind: 

Ein Baby verändert nicht nur den Alltag - es verändert die gesamte emotionale Landkarte einer Familie

 

  • Du schläfst wenig

  • Du jonglierst Stillrhythmen, Milchflasche, Wickeln, Müdigkeit, Reizüberflutung

  • Du möchtest dein Baby schützen - und gleichzeitig dazugehören

  • Du willst Harmonie - aber auch Grenzen

  • Du willst die Erwartungen erfüllen - aber merkst, dass dein Körper und dein Nervensystem gar nicht mehr dieselbe Energie haben wie früher.

Feste treffen also auf eine Lebensphase, in der alles neu und sensibel ist.

 

Traditionen können unbewusst Erwartungen mitbringen

Traditionen sind wunderschön. Sie verbinden Generationen, schaffen Erinnerungen und geben Halt. 🤍Das Problem: In vielen Familien hängen starke Erwartungen an "so macht man das bei uns."

  • "Wir kommen immer alle zusammen."

  • "Das Baby muss sich daran gewöhnen." 

  • "Das war schon immer so"

Diese Sätze klingen Harmlos, aber sie erzeugen Druck. 🙀 Druck auf dich, die gerade versucht, in der neuen Elternrolle überhaupt wieder Boden unter die Füße zu bekommen.  Es ist völlig in Ordnung, wenn sich Feste nicht mehr wie früher anfühlen. Es ist sogar normal. 

Denn auch Traditionen dürfen wachsen - so wie Familien wachsen. 🪴

Der unsichtbare Druck: Mental Load bei Familienfesten

Was viele vergessen: 

Das Fest beginnt für Mütter nicht am Tag selbst - sondern Wochen vorher!

Mit der ununterbrochenen Planung im Kopf: 

  • Wer kauft Geschenke? 

  • Was braucht das Baby dort? 

  • Welche Schlafenzeiten müssen beachtet werden? 

  • Wie lange können wir bleiben? 

  • Brauchen wir Ersatzkleidung, Snacks, Medikamente, Spielzeug?

  • Wie vermeiden wir Überreizung? 

  • Wer trägt das Baby wann? 

  • Wer organisiert das Essen an diesem Tag? 

  • Wer organisiert ggf. Unterhaltung? 

  • Wie organisieren wir die Heimfahrt? 

Diese "unsichtbare" Arbeit sieht niemand - aber sie ist da. Und sie wiegt schwer. 

Gerade im 1. Babyjahr übernehmen viele Mamas fast die komplette mentale Last - nicht weil sie müssen, sondern weil sie als erste spüren, was das Baby wirklich gerade braucht. 

Aber das bedeutet nicht, dass du alles ALLEIN tragen musst. 

Was realistisch ist – und was nicht

Viele Mamas versuchen, die gleiche Energie aufzubringen wie „vor dem Baby“.
Doch der Körper, die Psyche und das Nervensystem befinden sich im 1. Babyjahr in einem Ausnahmezustand.

Realistisch ist:

  • Weniger Energie.

  • Weniger Planbarkeit.

  • Weniger Durchhaltevermögen.

  • Mehr Bedürfnis nach Ruhe, Nähe und Sicherheit.

  • Mehr Pausen.

  • Mehr Schutzräume.

Und das ist kein Defizit. Das ist die Natur. Feste müssen nicht „perfekt“ oder „wie immer“ sein. 

Sie müssen nur zu euch passen.

Wie du Feste neu definieren kannst – ohne jemanden zu verletzen 🌼

Du darfst Feste so gestalten, dass dein Baby und du stabil bleiben.

Das könnte bedeuten:

  • kürzere Besuchszeiten

  • Pausen zu zweit

  • weniger Programmpunkte

  • bei euch zuhause statt überall herumfahren

  • kleinere Runden

  • klare Absprachen („Wir bleiben, solange es dem Baby gut geht“)

  • eine feste Bezugsperson, die dich entlastet

  • ein offener Satz wie: „Wir feiern gerne mit – aber in der Variante, die für uns gerade möglich ist.“

Das ist kein Rückzug – das ist Selbstfürsorge. Feste sind dann schön, wenn niemand über seine Grenzen gehen muss.

Neue Rituale, die sich gut mit Baby anfühlen 🪶

Statt große Erwartungen zu erfüllen, dürfen kleine, weiche Rituale entstehen:

  • Ein Mini-Fest zuhause nur für euch drei

  • Ein Spaziergang statt stundenlanges Zusammensitzen

  • Fotos machen, wenn das Baby entspannt ist – nicht wenn alle bereit sind

  • Ein „wir entscheiden spontan“-Ansatz

  • Ein Familienmoment morgens, bevor der Tag überwältigend wird

Es sind oft die kleinen Dinge, die später die größten Erinnerungen werden.

Traditionen dürfen sich verändern – und du darfst es auch

Du musst nichts leisten, um ein schönes Fest zu ermöglichen. Du musst nichts perfekt machen. Du musst niemanden glücklich machen auf Kosten deiner eigenen Kraft. ✋🏻♥️ Du darfst Traditionen neu denken. Du darfst Erwartungen freundlich, aber klar begrenzen. Und du darfst feiern – so wie es zu dir, deinem Baby und eurer Bindung passt. Denn das ist das einzig Wertvolle, das in dieser besonderen ersten Zeit wirklich zählt.

Kontakt

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Monique Myrach
Expertin für emotionale Bildung & Kommunikation
Tel. 0179 / 61 53 36 2
monique.myrach@elternseinmitplan.de

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